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WIR SEHEN UNS SICHER WIEDER!© AUF - Eine Frauenzeitschrift (04.07.11)
Die letzte AUF-Eine Frauenzeitschrift Nr. 153 ist erschienen
Abschiednehmen ist schwer, darum ist auch das Heft schwer(gewichtig) ausgefallen. Die AUF will zu guter Letzt noch einmal einen Überblick über Strömungen, Entwicklungen und Ausblicke in verschiedenen Bereichen feministischer Theorie und Praxis bieten.
iebe Frauen! Treue AUF-Leserinnen!
Abschiednehmen ist schwer, darum ist auch das Heft schwer(gewichtig) ausgefallen. Wir wollen zu guter Letzt noch einmal einen (wenn auch unvollständigen) Überblick über Strömungen, Entwicklungen und Ausblicke in verschiedenen Bereichen feministischer Theorie und Praxis bieten.
Dem Umfang des Heftes vorausgegangen sind rund 700 Mails mit den Autorinnen, den Inserentinnen, den Künstlerinnen, die bei den dreimaligen verkAUFsfinalen auftreten werden, den Nachfolgerinnen im AUF-Lokal, den Lektorinnen und der Druckerei. Letztere ist uns mit den Kosten für den Vierfarbendruck sehr entgegengekommen. Das freut uns besonders für die Illustrationen, die wir Lisl Ponger verdanken. Sie hat uns ihre Fotoserie Repair Democracy zur Verfügung gestellt, ergänzt durch zwei Bilder aus der Ausstellung ... it belongs in a museum. Eines davon ist das prächtige Cover-Stillleben. Es beinhaltet nicht - wie ihr bei oberflächlichem Hinsehen vermuten könntet - ein Phallussymbol in Händen der kleinen chinesischen Revolutionärin (honi soit qui mal y pense). Sie hält eine Schriftrolle, vielleicht sogar eine Art Wandzeitung, in den Armen.
Gretls Abgesang ist auch ein Lied zum Weiterkämpfen, zu den Bereichen feministische Theorie, Ökonomie und Soziale Praxis, Wissenschaft, Forschung und Frauenbildung, aber auch feministische Psychoanalyse kommt eine Reihe hochkarätiger Autorinnen zu Wort. Umfassende politökonomische Überlegungen stellt Gabriele Michalitsch an, Ingrid Moritz plädiert für eine auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtete Wirtschaft, eine Brille gegen geschlechterblinde Ökonomie verschreibt Margit Schratzenstaller, Gender Pay Gap für eine ausgleichende Gerechtigkeit verlangt Elisabeth Klatzer, Susanne Feigl resumiert, dass unendlich viel geschehen ist, aber noch unendlich viel zu tun bleibt.
Wie Arbeit und Leben mit der Vier-in-einem-Perspektive Frigga Haugs sinnvoll gestaltet werden könnten, schreibt Melanie Stitz, mit viel Ironie befassen sich Anneliese Erdemgil-Brandstätter, Gundi Dick und Susi Riegler mit der Politik gegen die Frauenprojekte, was das für Migrantinnen bedeutet, haben Maria Cristina Boidi und Faika Anna El Nagash sowie Rubia Salgado von maiz zugespitzt.
Mit ihrem Nachruf auf die große feministische Historikerin Edith Saurer von Martina Aicher beginnt die Reihe der Uni-Themen, mit denen sich theoretisch und praktisch Silvia Stoller, Alice Pechriggl und Birge Krondorfer befassen, zur Bildungssituation an Schulen und Uni äußern sich Marlen Stahrmüller und Marlies Wilhelm mit der gebotenen kritischen Distanz. Mit der kulturellen Konstruktion von Geschlechtsidentität befassen sich Eveline List und Barbara Bohn.
Ein Unikat zum Ende der AUF: Carina Nekolny hat mit Eva Geber, jahrzehntelanges Redaktionsmitglied der AUF, ein Interview geführt. Natürlich gibt's - comme toujours - auch diesmal Buchempfehlungen für den Sommerurlaub und Literarisches in Form einiger Gedichte. Abgedruckt ist auch die Laudatio, die Eva Geber für Ruth Klüger anlässlich der Verleihung des Theodor Kramer Preises hielt.
Und wenn wir schon beim Loben sind: Damit sparten nicht die Abschiedsbeiträge von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger. Ein sehr AUFmunterndes Gedicht von Ruth Klüger schließt mit den Worten: “Glaubt nur nicht, wir geben Ruh! Wir machen weiter!”
In diesem Sinn - sehen wir uns sicher wieder! Davor aber, liebe AUF-Leserinnen, danken wir Euch für Eure unermüdliche feministische Leseausdauer.
Die Frauen der AUF-Redaktion
AUF-Eine Frauenzeitschrift Kleeblattgasse 7 · A-1010 Wien · Tel +43 (0)1 5339164 · Fax +43 (0)720 554161 · auf@auf-einefrauenzeitschrift.at · www.auf-einefrauenzeitschrift.at
Einzelheft € 5.- zzgl. Porto
verkAUFsfinale & benefizAUFlauf
3 Mal werdet Ihr jeweils an einem Samstag im Herbst die Chance haben, AUFbestände AUFzukaufen:
- 1. Oktober 2011, 10:30 - 21:00
- 29. Oktober 2011, 10:30 - 21:00
- 26. November 2011, 10:30 - 21:00
Zum Vergnügen und für den notwendigen Benefiz (auch die AUFlösung kostet Geld!) werden Künstlerinnen AUFtreten. Das ist gleich ein AUFruf, sich für einen AUFtritt zu melden. Auf die Künstlerinnen warten als Gage die tollen Bücher der AUFedition.
AUFtreten werden (in der Reihenfolge der Zusagen):
- Gretl (die mit gutem Beispiel vorangeht)
- Verena Dürr & Ulla Rauter (“Wir haben uns lieb bis eine heult”)
- Ruth Klüger
- Marie Thérèse Escribano
- Martina Cicek
- Arrabiata
- Mieze Medusa
- ... und die sich noch melden
Es soll ein fulminanter Abschied werden - verbunden mit der Vorstellung des AUFlokals als neue Frauenbuchhandlung und Ort für Diskussion, Lesungen und andere lustvolle feministische Veranstaltungen. Also merkt Euch schon mal die Samstage vor: 1. und 29. Oktober und 26. November von 10:30 bis 21:00.
www.auf-einefrauenzeitschrift.at
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