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FEE MORGANE ~ DER HEILIGE GRAL© Irmgard Neubauer (24.08.05)
Die großen Göttinnenmythen des keltischen Raumes
Im zweiten Band ihrer literarischen Nacherzählungen der großen Göttinnenmythen erschließt die Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth Zugänge zur frühen keltischen Literatur und mittelalterlichen Romanstoffen.
lles, was wir schon immer über Morgane & ihre Schwestern, Lanzelot & Königin Ginevra; Parcival, den Gral & keltische Feen wissen wollten! Und zwar nicht das übliche chauvinistische Geschwätz, das angeblich Weltliteratur ist, sondern aus Frauensicht erzählt.
Die Geschichten erzählen von einer Zeit des Umbruchs von der matriarchalen Zeit zur patriarchalen - von Eroberung, Krieg, Gewalt und all dem Unheil, das die neuen Machthaber übers Land und damit über die EinwohnerInnen & das Feenvolk bringen. Und wie die Feen sich wehren.
Lancelot, selbst ein Feensohn, der aber bereits in einer gespaltenen Welt aufwächst und nicht recht weiß, wohin er gehört, kämpft erst mal als Ritter in Artus' Tafelrunde. Doch dank der klugen Feenköniginnen entwickelt er sich zum Rebellen gegen die Eroberer Artus, Merlin & Co und landet schließlich in Morgaises Schloss, wo er dem Feenvolk dient. Auch Ginevra schließt sich den Feen an und wird eine allseits geschätzte weise Heilerin.
Und Parcival, der anfangs rauflustige Bursch, der zum großen Leidwesen seiner Mama am liebsten Ritter werden will und mich dabei unweigerlich an Grisu mit seinem ewigen "Ich will aber Feuerwehrmann werden!" erinnert, entwickelt sich dank Sigune und anderen Feenfrauen zu einem sozial kompetenen Burschen, der die Frauen, das Leben und die Liebe achten lernt.
Rezension zum ersten Band der großen Göttinnenmythen "Inanna ~ Gilgamesch ~ Isis ~ Rhea" von Birgit Bigga: wolfsmutter.com/artikel189
ZUR AUTORIN: Dr.in Heide Göttner-Abendroth geb. 1941, ist Philosophin und Kultur- und Gesellschaftsforscherin. Sie hat zwei Töchter und einen Sohn. 1973 promovierte sie an der Universität München in Philosophie und Wissenschaftstheorie und lehrte anschließend zehn Jahre in München Philosophie. 1976 schloss sie sich der Neuen Frauenbewegung an, wurde zu einer Pionierin der Frauenforschung und zählt durch mehr als dreißigjährige Forschungsarbeit zu den Begründerinnen der modernen Matriarchatsforschung. 1986 rief sie die autonome Bildungsstätte Hagia bei Passau ins Leben, deren Leitung sie seither inne hat. Mehr auf: goettner-abendroth.de
 Heide Göttner-Abendroth: Fee Morgane ~ Der heilige Gral Die großen Göttinnenmythen des keltischen Raumes
Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Taunus, 2005 260 Seiten, broschiert €D 22,95 / €A 23,60 / sFr 41,30 ISBN 3-89741-166-0
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