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»TRAGöDIEN SIND ALBERN«© Marlen Schachinger (14.11.07)
Eine etwas andere Biographie Frida Kahlos
Am 6. Juli 2007 jährte sich der Geburtstag Frida Kahlos zum 100. Mal, eine Malerin, die heutzutage zu den bedeutendsten KünstlerInnen des 20. Jahrhunderts zu zählen ist.
“Ich hoffe, froh zu sterben, und ich hoffe, niemals wiederzukommen” (Frida Kahlo)
m 6. Juli 2007 jährte sich der Geburtstag Frida Kahlos zum 100. Mal, eine Malerin, die heutzutage zu den bedeutendsten KünstlerInnen des 20. Jahrhunderts zu zählen ist. Dass dies zumindest im mitteleuropäischen Raum zur Lebenszeit Frida Kahlos noch nicht so war, ja, dass erst Herreras Biographie, erstmals 1977 publiziert, ein weltweites Interesse an dieser Mexikanerin weckte und zu einem Boom führte, der Kahlo eine Renaissance bescherte, ist wichtig zu betonen.
Bilkis Brahe wählte für ihre Biographie der Malerin stets ein Gemälde der Künstlerin als Ausgangspunkt aus, das sie uns bis ins Detail schildert, um anschließend zu einer biographischen Schilderung überzuleiten. Dabei analysiert sie die Bildsprache, die Kahlo eigen ist, deren Vokabular und Syntax, und wirft einen kritischen Blick auf sowie hinter die Mythen, die Kahlo selbst um sich wob beziehunsgweise ihre BiographInnen etablierten. Zahlreiche Textausschnitte aus Kahlos Tagebüchern veranschaulichen auch das Innenleben der Malerin; beginnend mit dem familiären Hintergrund, Kahlos Körperbezug, zuerst geprägt durch ihr Hinken, durch den Busunfall und die lange - als “Rekonvaleszenz” erwartete - Zeitspanne, die Frida Kahlos Mutter dazu brachte, der Tochter eine Holztafel für den Zeichenblock und einen Spiegel an den Baldachin des Himmelbettes anzubringen, damit sie sich selbst Modell liegen könne, den Körper starr im Gipskorsett, die Ehe mit Diego Riviera, Freunde und Freundinnen und immer wieder das Thema des Todes:
War es nach ihrem Unfall noch ein Necken des Todes, ein Ihn-Auslachen, damit er sie nicht so leicht unterkriege, so wandelte sich dies über die Jahre zu: “Espero alegre la salida - a espero no volver jamás. (Ich hoffe, froh zu sterben, und ich hoffe, niemals wiederzukommen.)” Daneben zeichnete die Malerin die Skizze eines schwarzen Engels.
Gut recherchiert, lesenswert - bedauerlich ist einzig, dass Abbildungen fehlen ...
 Bilkis Brahe “Tragödien sind albern” - Frida Kahlo (1907-1954) Eine mexikanische Malerin
Reihe: Widerständige Frauen - Band 4 Hessen: Verlag Edition AV 2007 197 Seiten, broschiert €D 16,00 / €A 16,50 / sFr 29,00 ISBN: 978-3-936049-80-0
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