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FEMINISMUS UND FUßBALL© an.schläge (06.06.08)
an.schläge zur EURO
Ob Pizza, Semmel oder Klodeckel - was nicht nach Fußball aussieht, lässt sich dieser Tage schwer verkaufen. Mit dem Fußball-Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe will das feministische Magazin geschlechtssensible Sportkritik an den Mann bringen.
b Pizza, Semmel oder Klodeckel - was nicht nach Fußball aussieht, lässt sich dieser Tage schwer verkaufen. Mit dem Fußball-Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe wollen wir aber möglichst nicht nur das Heft, sondern auch geschlechtssensible Sportkritik an den Mann bringen. Denn es sind nach wie vor Männer, die im Stadion und auf Bolzplätzen gemacht werden.
Geschlechterkonstruktionen auf dem Spielfeld waren auch das Thema der Tagung “Mann schafft. Frau spielt”, die anlässlich der Europameisterschaft in Wien stattfand. Katharina Miko, Klara Weiss und Susanne Kimm waren dort und berichten über kickende Maskulinitäten, Fankulturen und Fußballerinnen. Tanja Walther haben wir außerdem getroffen. Die ehemalige Bundesligistin engagiert sich beim lesbischen Sportverein “Seitenwechsel” und der “European Gay & Lesbian Sport Federation”. Im Interview spricht sie über ihren Aktivismus gegen Sexismus und Homophobie, David Beckham und über Frauen, die immer wieder die Abseitsregel erklären müssen. Um die EURO geht es auch in gleich zwei Kommentaren. Nicht nur Silke Pixner hat über Frauenfeindlichkeit und Fußball geschrieben, auch zwei Mädchen des diesjährigen an.schläge-Töchtertagsworkshop haben sich für dieses Thema entschieden und kommen zum Schluss: “Es gibt genug großartige Fußballspielerinnen, die genau so viel Ansehen bekommen wollen und sollen wie ihre männlichen Kollegen.”
Weil wir selbstverständlich auch an unsere fußballverweigernden LeserInnen denken, hat die Juni-Ausgabe ausnahmsweise noch zwei weitere thematische Schwerpunkte: Gender Budgeting und queer- feministische Raumaneignung. Bettina Enzenhofer und Gabi Horak widmen sich ausführlich der Frage, wie, wo und warum Geld geschlechtergerecht ausgegeben werden soll. Und anlässlich der internationalen “Squatting Days” mit mehreren Hausbesetzungen in Österreich geht es im Politikteil um verschiedene Strategien, Freiräume zu erkämpfen. Olé!
INHALT an.schläge Juni 2008
- an.spruch
Scharfe EURO Die Werbung hilft bei Sex-Entzugserscheinungen während der EM.
- raum.greifen
Zwei, drei, viele Häuser Die Forderung nach autonomen, selbstverwalteten Räumen bleibt.
- raum.greifen
Feministisch.Punkt. Queer-feministische Raumaneignung in Wien.
- raum.greifen
Solidarischer Hauskauf Das nichtkapitalistische Mietshäusersyndikat organisiert ihn.
- gender.budgeting
Frauen! Macht Budgets! Ohne politischen Willen gibt es keine Chance auf Umsetzung.
- an.sage
Töchtertag Die Ergebnisse des an.schläge-Workshops
- sexarbeit.peru
Keine Kaugummi-Kussmäulchen Ángela Villón wehrt sich gegen Opferrollenbequemlichkeiten.
- thema.fußball
Hinten auf dem Acker Tanja Walther über Sexismus, Homophobie und Outing im Fußball.
- thema.fußball
Mann schafft. Frau spielt. Männlicher Habitus als inszenierte Grenzziehung.
- thema.fußball
Gender on the Pitch Frisbee ist ja auch kein Spiel für Hunde - Frauen und Fußball.
- tech.girls
Rosa ist out Wie man fräst, lötet oder Motoren repariert ist keine Wiegenbeigabe.
- an.klang
Arrangements mit Stil Musikalische Märchenversionen ohne Prinzen.
- an.lesen
Demokratie ist ... nicht Feministische Gesellschaftskritik ist auch Demokratiekritik.
- ge.sehen
Wie sag ich's meinem Leser-Täter? Die Berichterstattung zu Amstetten kommt ohne Feminismus aus.
an.schläge. Das feministische Magazin A-1030 Wien · Untere Weißgerberstraße 41 T. +43 (0)1 9201678 · office@anschlaege.at · www.anschlaege.at
Einzelheft € 3,75 · Schnupperabo (3 Hefte) € 10,- · Jahresabo (10 Hefte) € 35,- · Auslandsabo (10 Hefte) € 44.- bestellen per Online-Formular
WeiberDiwan neu
Feministische Lektüre im Doppelpack
Das Frauenzimmer, Wiens einzige feministische Buchhandlung, musste vergangenen Sommer nach dreißig Jahren schließen. Mit einem wichtigen Frauenort drohte dabei auch ein einzigartiges Medium abhanden zu kommen: die feministische Rezensionszeitschrift WeiberDiwan. Mittlerweile hat sich ein engagiertes neues Redaktionsteam gefunden, die finanziellen Mittel für den Fortbestand der Zeitschrift fehlen aber noch. Um Kosten zu sparen, soll der WeiberDiwan deshalb zweimal jährlich als Beilage der an.schläge - das feministische Magazin erscheinen. Die dennoch entstehenden Mehrkosten für Druck und Versand können wir aber nur durch neue Abos decken. Wer also auch in Zukunft nicht auf aktuelle Buchbesprechungen aus den Bereichen feministische Theorie, Belletristik, Lesben-, Kinder- und Jugendliteratur, Kunst, Krimis, u.v.m. verzichten will, bekommt mit den an.schlägen nun zusätzlich: Politik, Gesellschaft, Kultur jenseits des Malestream. Monat für Monat und frei Haus. Und das zum Sonderpreis von nur
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