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INSTITUT FüR FEMINISTISCHE KöRPERPSYCHOTHERAPIE© IFKPT (11.02.09)
Ausbildung für Frauen
Christiane Tutschner, Eva Hartard und Bärbel Wenzel geben ab Mai 2009 ihre langjährigen Erfahrungen in feministischer Körperpsychotherapie im Rahmen einer 4-jährigen Ausbildung an Frauen weiter.
as Institut für Feministische Körperpsychotherapie in Frankfurt am Main wurde von Christiane Tutschner, Eva Hartard und Bärbel Wenzel gegründet. Sie fühlen sich der Frauenbewegung verbunden und verstehen sich als feministische Wegbegleiterinnen von Frauen in Veränderungsprozessen. Ihre Überzeugung ist, dass die Klientin Expertin für sich selbst ist und dass alles, was sie zur Heilung braucht, in ihr selbst liegt. Ihr Anliegen ist es, ihr Wissen und ihre langjährigen Erfahrungen an andere Frauen weiterzugeben.
Feministische Körperpsychotherapie ist eine Synthese aus Biodynamischer Körperpsychotherapie und der Gestalttherapie. Hintergrund bildet die feministische Therapie, die tradierte geschlechtsspezifische Zuweisungen und Lebensentwürfe überwinden will. Feministische Körperpsychotherapie ist erlebnis- und wachstumsorientiert; körperlich-energetische, emotionale und psychische Aspekte sind gleichwertig. Sie will Frauen zu freierem und selbstbestimmtem und auch selbstverantwortlichem Sein und Handeln führen. Die Stärkung des Selbstwertgefühls und Förderung des Selbstbewusstseins ist eines der Hauptanliegen.
Das umfassende methodische Spektrum der biodynamischen Körperpsychotherapie bildet zusammen mit der Gestalttherapie das Fundament; es wird mit Methoden aus den Bereichen der therapeutischen Tanz- und Trancearbeit erweitert. Die Ebenen therapeutischer Exploration sind vielfältig: verbal/non-verbal, körperlich, imaginativ, emotional, intrapsychisch und intersubjektiv. Nur konsequente Vernetzung körperlicher, emotionaler und kognitiver Erfahrungen ermöglichen nachhaltige Veränderungen.
Ziele und Zielgruppe
Die vierjährige Ausbildung dient der beruflichen Qualifizierung und dem persönlichen Wachstum. Sie richtet sich an Frauen aus psychosozialen, pädagogischen, pflegerischen und medizinischen Berufsfeldern und Studentinnen. Je nach beruflichem Hintergrund ermöglicht sie eine freiberufliche Tätigkeit. Sie ist auch offen für Frauen, die die Ausbildung vorrangig für die persönliche Entwicklung nutzen wollen. Die Ausbildung ist grundlegend selbsterfahrungsorientiert, da das Erlernen von Theorie, Methoden und Techniken nur fruchtbar wird, wenn diese in eine fundierte Selbsterfahrung eingebettet sind. Die Ausbildung unterstützt die Weiterentwicklung der Kontakt- und Beziehungsfähigkeit. Sie hat das Ziel, die persönliche und professionelle Kompetenz so weit zu fördern, dass die Teilnehmerin in der Lage ist, eigenverantwortlich körperpsychotherapeutisch zu arbeiten.
Aufbau und Ablauf
Umfang, Struktur und Inhalte orientieren sich an den europäischen Ausbildungsstandards. Die 21 Ausbildungstage im Jahr werden auf 5-6 Termine mit jeweils 3-6 Seminartagen verteilt. Zusätzlich treffen sich die Teilnehmerinnen regelmäßig in Kleingruppen ohne die Ausbilderinnen und einmal im Jahr zu einem selbstorganisierten Wochenende (ab dem 2. Ausbildungsjahr). Die vier Elemente: Theorie, Selbsterfahrung, Praxis (Erlernen praktischer Fertigkeiten) und Supervision werden in 520 Zeitstunden (720 Unterrichtseinheiten) innerhalb der Ausbildung vermittelt. Hinzukommen noch 120 Stunden (160 Unterrichtseinheiten) in der Kleingruppen. Daraus ergibt sich ein Gesamtstundenzahl von 640 Stunden/880 Unterrichtseinheiten. Der Umfang der Lehrtherapie beträgt 60 Stunden. Die Lehrtherapeutin sollte entweder Körperpsychotherapeutin oder Gestalttherapeutin - wenn möglich mit feministischem Hintergrund - sein.
Lernformen
- ausbilderinnengeleitete Seminare: Wochenend- und Intensivseminare: 130 Stunden/Jahr - 21 Tage
- selbstorganisierte Gruppentreffen - 1 Treffen pro Jahr ohne die Ausbilderinnen (ab dem 2. Jahr)
- Praktika unter Supervision der Ausbilderinnen ab dem 3. Jahr
- Kleingruppentreffen 30 Stunden pro Jahr: Dyaden- und Triadenarbeit, Themenvertiefung, Erarbeiten von Referaten und Übungseinheiten
- Einzeltherapie/Lehrtherapie: 60 Stunden
- Einzelsupervision im Gruppensetting und im Einzelsetting (extern) mit Beginn der eigenen therapeutischen Arbeit
- Literaturstudium
- Abschlussarbeit
Einführungsseminare dienen als offene Seminare dem gegenseitigen Kennenlernen der Teilnehmerinnen und der Ausbilderinnen, der Lernatmosphäre, Arbeitsstil, Elemente der Therapieform und geben Einblick in die Methoden und Inhalte.
Ausbildungsschwerpunkte
Die Elemente Theorie, Selbsterfahrung und Supervision werden miteinander vernetzt und praxisnah vermittelt, in der Regel wird an persönlichen Themen/Inhalten der einzelnen Teilnehmerinnen gearbeitet. Am Ende jedes Ausbildungsjahres ausführliche Zwischenevaluation: Selbst- und Fremdevaluation in Bezug auf die persönliche Entwicklung und ab dem 3. Jahr in Bezug auf die therapeutische Kompetenz.
Inhaltlicher Aufbau
Der inhaltliche Aufbau kann je nach Gruppenprozess und Interesse der Gesamtgruppe variieren.
- 1. Jahr
Der persönliche Entwicklungsprozess steht im Vordergrund; intensive Selbsterfahrung, Selbstkenntnis und Selbstreflexion als unabdingbare Voraussetzung für psychotherapeutische Tätigkeit. Systematische Schulung der Selbstwahrnehmung besonders Körperwahrnehmung. Kleingruppenarbeit zu Wahrnehmung und Bewußtheit: Erarbeiten und gemeinsame Präsentation, Demonstrationssitzungen, Praktisches Einüben, Üben in Diaden und Triaden, Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte und mit eigenen Themen
- 2. Jahr
Tiefergehende individuelle therapeutische Selbsterfahrung, Dyaden- und Triadenarbeit: eigene therapeutische Arbeit in der Gruppe unter Supervision und in den Kleingruppen, Kleingruppenarbeit zu den Schutz-/Abwehrmechanismen/Kontaktunterbrechungen
- 3. Jahr
Arbeiten unter Supervision durch die Trainerin mit Prozessanalyse; die Teilnehmerinnen übernehmen einzelne Seminarsequenzen unter Supervision, Kleingruppenthemen: Übertragung - Gegenübertragung, Arbeit mit Träumen, Essstörungen oder andere selbstgewählte Themen
- 4. Jahr
Arbeiten unter Supervision durch die Trainerinnen, Leitung von Seminareinheiten, Supervision im Einzelsetting sowie Fallsupervision: Arbeit mit eigenen Klientinnen oder mit Gruppen
Abschluß der Ausbildung und Zertifikat
Am Ende der Ausbildung muss die Ausbildungskandidatin persönliche, soziale und berufliche Reife nachweisen. Es wird eine Einschätzung sowohl der theoretischen als auch der praktischen Arbeit geben. Sie legt eine Abschlussarbeit zu einem selbstgewählten Thema vor und nimmt an einem Abschlusskolloquium teil. Danach erhält sie vom Institut für feministische Körperpsychotherapie ein Zertifikat, das bescheinigt, dass sie an der Ausbildung in feministischer Körperpsychotherapie erfolgreich teilgenommen hat. Das Zertifikat enthält Angaben zur Dauer und zu den Inhalten der Ausbildung sowie zu der Anzahl der Ausbildungsstunden.
Kursort
Therapeutische Praxis im Rhein-Main-Gebiet, die Intensivseminare finden in einem Tagungshaus statt.
Kosten
Seminarkosten pro Jahr: 1.680,- € (Ratenzahlung nach Vereinbarung).
Termine
Ausbildungsleitung
Eva Hartard Jg. 1960, Lehrerin, Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (HPG, ECP), feministische Körper- und Gestalttherapeutin, ausgebildet von Gerda, Ebba und Mona Lisa Boyesen sowie am Frauen-Gestalt-Institut; Fortbildungen unter anderem in Traumatherapie und in Paartherapie. Seit 1997 Einzel- und Paartherapeutin, Leitung von Gruppen im Frauenbildungsbereich. www.vom-suessen-stroemen.de
“Mein Herzenswunsch ist es, Frauen auf ihrem Weg zu begleiten, ihre Lebendigkeit und ihre eigene innere Stimme wieder zu finden; ihnen Raum und Zeit zu geben, das “süße Strömen” in sich zu entdecken und dieses als Quelle des Handelns und Seins - auch als tiefe spirituelle Erfahrung zu erfahren. Wichtig ist mir auch, dass Lernen Spaß macht.”
Christiane Tutschner Jg. 1954, Dipl. Soz. Päd., Biodynamiktherapeutin (ECP), ausgebildet bei Gerda, Mona Lisa und Ebba Boyesen in biodynamischer Körperpsychotherapie, Fortbildungen unter anderem bei Kay Hoffman (Trancetanztherapie), Dr. Felicitas Goodman (rituelle Körperhaltungen) und der Traumahilfe e.V. (Ressourcenorientierte Traumatherapie). Ausbilderin in ganzheitlicher Massage 'My Body, My Earth'. Seit 1981 therapeutisch tätig in freier Praxis und im Frauenbildungsbereich. www.christiane-tutschner-institut.de
“Immer wieder begeistert mich die heilsame Kraft des Kreises der Frauengruppe, der Gemeinschaft; tief berührt bin ich, wenn Frauen Zugang zu ihrer eigenen Liebe und der Liebe fürs Leben finden.”
Bärbel Wenzel Jg. 1959, Dipl. Soz. Päd., Heilpraktikerin für Psychotherapie, (HPG, ECP), Gestalttherapeutin und Gestaltsupervisorin (DVG), ausgebildet am Gestalt-Institut-Frankfurt und am Zentrum für Gestalttherapie, Würzburg. Einzel-, Paar- und Gruppenpsychotherapie, Psychodynamische Imaginative Traumatherapeutin (PITT) nach Dr. Luise Reddemann, Entspannungspädagogin; anerkannt als Lehrtherapeutin unter anderem am Gestalt-Institut Frankfurt und Frauen-Gestalt-Institut-Berlin
“Meine therapeutische Haltung basiert auf der Überzeugung, dass Veränderung über achtsames Wahrnehmen und Akzeptieren geschieht - 'Was ist, darf sein, was sein darf, kann sich verändern' - und dass Heilung in Beziehungen stattfindet.”
 Institut für feministische Körperpsychotherapie Eva Hartard · Christiane Tutschner · Bärbel Wenzel Marburger Straße 14 60487 Frankfurt am Main Tel. +43 (0)69 776505 ifkpt@gmx.de www.e-c-h-t.de
WEITERFÜHRENDES: Vom süßen Strömen der Lebensenergie von Christiane Tutschner & Eva Hartard
Bilder: © Institut für feministische Körperpsychotherapie
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