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Forenübersicht / Community / Lesezirkel  Accabadora von Michela Murgia

RoterRubin
17.07.10 19:58
Wenn Trojaner den eigenen PC für zwei Wochen lahmlegen, ist das mehr als ärgerlich. Einen Vorteil hatte das Ganze aber, es gab mir Zeit zum Lesen!
Unter anderem las ich den Roman "Accabadora" von Michela Murgia (Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2010), der trotz seiner überschaubaren 173 Seiten noch immer nachhallt. Das Wort Accabadora bezeichnet einer sardischen Legende nach eine Sterbehelferin, die gleichzeitg auch Hebamme gewesen sein soll, eine "Sterbamme" sozusagen. Bonaria Urrai, die alleinstehende Accabadora in diesem Buch, nimmt Maria, ein sechsjähriges Mädchen aus dem Dorf, als "fill'e anima" bei sich auf. "Kinder des Herzens" wird eine in Sardinien praktizierte Form der Adoption genannt, die ohne behördliche Formalitäten auskommt.
Und auch wenn Marias Erwachsenwerden die Rahmenhandlung darstellt, ist es vor allem das Thema der Sterbehilfe, das diesen Roman trägt und ihm meineserachtens eine interessante, philosophische Ebene verleiht. Die Leserin wird förmlich dazu angehalten, darüber nachzudenken, ob sie das, was diese Accabadora tut, selbst gut findet. Ich habe für mich noch keine wirkliche Antwort gefunden, trotz der "lehrreichen Lektion", die wir alle am Ende gemeinsam mit Maria erteilt bekommen.
Auch wenn der Schluss auf mich ein bisschen sehr aufgesetzt wirkt und auch wenn die Autorin katholische Religionslehrerin war , finde ich das Buch gut. Was meint ihr? Gibt es hier eine, die "Accabadora" auch gelesen hat?
lg
RoterRubin
"Glaubst du wirklich, dass die Dinge, die geschehen sollen, im richtigen Moment von allein geschehen?" (Accabadora)
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 Rezension von Rakuna & Anomatey

RoterRubin
15.09.10 15:57
Rakuna & Anomatey haben "Accabadora" für Wolfsmutter.com rezensiert: wolfsmutter.com/artikel1487
lg
RoterRubin
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